Forschung und Ernährung - ein Dialog
FORSCHUNG UND ERNÄHRUNG - EIN DIALOG
Bis 17. Januar 2010
Welche Rolle hat die Ernährung bei der Entwicklung des menschlichen Gehirns gespielt? Intensiv erforscht - 2 kg Bakterien für unser Wohlbefinden! Kleinkinder, ältere Menschen, Astronauten und Sportler - was verbindet sie? Vertragen wir Milch? Grundsätzlich entscheidet ein Gen! Weniger Fett - eine technische Herausforderung! Bakterien und Pilze lauern überall - nützlich oder schädlich?

- © K. Pierre, L. Pellerin, Dpt. de Physiologie, UniL.
Auf ernährungswissenschaftlichem Gebiet ist noch eine ganze Reihe von Fragen offen. Genau diese weissen Flecken auf der Landkarte will die laufende Forschung jedoch zum Verschwinden bringen. So sollen die Bedürfnisse der menschlichen Gesellschaft erfüllt werden, auch in Anbetracht dessen, dass sich deren Struktur ständig verändert, wie etwa die Entwicklung der Alterspyramide zeigt. Ausserdem gilt es, bestimmte zentrale Probleme unserer Zeit zu lösen, darunter Trinkwasseraufbereitung oder Fettleibigkeit. Heutige Forschung basiert auf den Erkenntnissen vergangener Jahrhunderte, erneuert und ergänzt durch moderne Technologien.
Wissenschaftler müssen sich der nicht immer leichten Herausforderung stellen, nicht nur das Unbekannte zu erforschen, sondern auch Altbekanntes in Frage zu stellen und nach neuen Antworten zu suchen. Dabei erfordert die aktuelle Ernährungsforschung ein erstaunliches Spektrum an Fachrichtungen, das Lebensmittelingenieure und Ernährungswissenschaftler genauso umfasst wie Physiker, Chemiker, Wissenschaftshistoriker, Archäologen, Genetiker, Neurobiologen, Mediziner, Anthropologen, Soziologen, Biochemiker, Molekular- und Zellbiologen sowie Physiologen und Pflanzenzüchter.

- © Lennart Nilsson/Bonnier Fakta AB
Obwohl wir tagtäglich Lebensmittel zu uns nehmen, haben die meisten von uns keine Ahnung, wie ausserordentlich vielfältig heutzutage auf diesem Gebiet geforscht wird. Aus diesem Grund hat es sich die Ausstellung Forschung und Ernährung – ein Dialog zum Ziel gesetzt, die gegenwärtigen ernährungswissenschaftlichen Forschungsschwerpunkte zu veranschaulichen, ohne deswegen aber historische oder praktische Aspekte zu vernachlässigen.
Die neue, interdisziplinär angelegte Themenausstellung möchte den aktuellen Wissensstand objektiv und sachlich vermitteln, die verschiedenen Forschungsziele vorstellen und einen Blick auf die Ernährung von morgen gestatten, die – obschon sie im Labor bereits Form annimmt – wohl erst in einigen Jahren auf unseren Tellern landen dürfte. Möglich gemacht hat dieses Projekt die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus zehn Ländern und über dreissig verschiedenen Institutionen.
Versuchsgarten
Der Museumsgarten als lebende Fortsetzung der Ausstellung zeigt am praktischen Pflanzenbeispiel, womit sich Ernährungsforschung beschäftigt:
- «Arche Noah» oder die Genbank von Svalbard: Ausgewählte Schweizer Pflanzen, die auf Spitzbergen eingelagert werden sollen.
- Reispflanzen, die auch eine zweiwöchige Überflutung überstehen: Ein Gen macht den Unterschied!
- Maispflanzen auf Salzböden: gesicherte Ernährung dank Biotechnologie.
- Zwölf Pflanzen ernähren die Menschheit.
- Duft-Ecke: Versteckte Pflanzen anhand ihres Dufts erkennen.
Alph@Parcours
Der Alph@ Parcours ist ein Projekt der Stiftung Science et Cité / Wissenschaft und Gesellschaft im Dialog (www.science-et-cite.ch). Er ist ein Vita Parcours für den Kopf und für die Fantasie, soll Informationen vermitteln und zum Nachdenken anregen. Zehn bis zwölf im öffentlichen Raum platzierte Stellwände konfrontieren die Passanten und Passantinnen mit Alltagsthemen und deren Bezug zur Wissenschaft.
Essen - Trinken - Forschen.
Er will aufzeigen, wie eng die Wissenschaft mit dem Alltag von uns allen verbunden ist – und wie vielfältig die Forschung im Bereich der Ernährung ist. Essen. Trinken. Forschen. Inhalte und Texte basieren auf der Ausstellung und dem Begleitbuch „Forschung und Ernährung – ein Dialog.
Der Alph
Parcours wird bis Ende Jahr je drei Wochen lang in
St. Gallen, 28.9. – 19.10., Stadtpark,
Brig, 20.10. – 9.11., Stockalperpalast
Aarau, 10.11. – 30.11., Kasinopark,und in
Luzern, 1.12. – 21.12., Sempacherplatz zu sehen sein.
Idee und Konzept : Science et Cité Bern und Alimentarium Vevey.
Begleitbuch
FORSCHUNG UND ERNÄHRUNG - EIN DIALOG
360 Seiten
Schärer-Züblin, Esther V. (Hrsg.)
© 2009, Alimentarium, Vevey
Verlag Wiley-Blackwell, Weinheim (D)
Artikel in der Neue Zurcher Zeitung, "Ernährung in allen Disziplinen"
Mittwoch, 28. Oktober 2009, Rezension
Artikel in der Chemischen Rundschau, "Nahrung Gehirn"
Freitag, 9. Oktober 2009, Rezension
Pädagogische Unterlagen
Das Museum stellt den Lehrer pädagogische Unterlagen zur Dauerausstellung zur Verfügung, welche an die Schüler verteilt werden.
Labor
In der Haut eines Forschers!
Unter fachlicher Anleitung können Sie selber experimentieren:
- Farbtest der Geschmackspapillen: Wer ist ein "Super Taster"?
- Die Bio-Luminiszenz erlaubt das Zählen der in einem Joghurt enthaltenen Bakterien nach dem Gang durch den Magen
- Antibiotika in der Milch? Ein neuer Test gibt Ihnen Auskunft!
- Die Wechselwirkungen zwischen dem Geschmack- und dem Riechsinn
- Zugang zu neuesten Technologien
- ... und viele andere Überraschungen...
Weitere Informationen ...
Medien und Fotos
- Pressemappe
- Photos
Siehe auch unter der Website für Naturwissenschaft und Technik: www.simplyscience.ch/desktopdefault.aspx/tabid-17/33_read-1111/
Mit der Unterstützung von:

- www.biorad.com

- www.cnes-observatoire.fr

- www.promega.com

- www.zebris.de

- www.glaesernes-labor.de

- www.h-p-cosmos.com




